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Aktenvernichter Schutzklassen & Sicherheitsstufen
Egal ob Papier, CDs, Kreditkarten oder USB-Sticks - wenn es um die sichere Vernichtung von personenbezogenen Daten auf unterschiedlichsten Datenträgern geht, tauchen immer wieder die Begriffe „Schutzklassen“ und „Sicherheitsstufen“ auf.
Was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, haben wir hier zusammengetragen.
Was ist die ISO/IEC 21964 (DIN 66399)?
In den letzten Jahren sind die Anforderungen an Datenschutz immer mehr gestiegen. Außerdem haben immer mehr digitale Datenträger wie USB-Sticks, CDs und Festplatten Einzug in unser Leben gehalten.
Aus diesem Grund wurde die ISO/IEC 21964 (DIN 66399) „Büro- und Datentechnik – Vernichtung von Datenträgern“ ausgearbeitet. Sie ist der neue Standard, was ordnungsgemäße Datenvernichtung angeht und geht auch auf die Besonderheiten von digitalen Datenträgern ein. Die DIN 66399 klassifiziert die Sicherheitsstufen für sechs Medienkategorien: Festplatten (H), optische Medien (O), Magnetische Datenträger (T), Elektronische Datenträger (E), Informationen in verkleinerter Form (F) und Informationen in Originalgröße z.B. auf Papier (P).
Welche Sicherheitsstufen für Papier gibt es und welche wird wann benötigt?
Für Papier gibt es insgesamt 7 Sicherheitsstufen mit jeweils individuellen Vorgaben. Vereinfacht kann man sagen: Je höher die Zahl hinter dem „P“ ist, umso feiner schreddert ein Aktenvernichter. D.h. umso kleiner ist die Partikelgröße bzw. Streifenbreite, in die das Papier zerkleinert wird. Je höher die Sicherheitsstufe also ist, umso schwieriger ist ein Wiederherstellen der Informationen.
Welche Schnittart eignet sich für welche Sicherheitsstufe?
Streifenschnitt
Beim Streifenschnitt wird jedes Blatt Papier in max. 6 mm breite Streifen geschreddert. Die Länge der Streifen stimmt mit der Breite des zugeführten Papiers überein.
Kreuzschnitt/Partikelschnitt
Kreuzschnitt-Aktenvernichter schneiden Dokumente diagonal in beide Richtungen und erzeugen so kleine Papierpartikel.
Mikrocut
Die feinste aller Schnittarten: eine besondere Version des Kreuzschnitts, die eine Rekonstruktion der Daten unmöglich macht.
| Schnittart | P-1 | P-2 | P-3 | P-4 | P-5 | P-6 | P-7 |
| Streifenschnitt | ✓ | ✓ |
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| Kreuzschnitt/Partikelschnitt |
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| Mikrocut |
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Welche Schutzklassen gibt es?
Die Schutzklassen sorgen für eine Gruppierung der Sicherheitsstufen. Es gibt 3 Schutzklassen:
Schutzklasse 1: Normaler Schutzbedarf für interne Daten. Entspricht den Sicherheitsstufen: P-1, P-2, P-3.
Schutzklasse 2: Hoher Schutzbedarf für vertrauliche Daten. Entspricht den Sicherheitsstufen: P-3, P-4, P-5.
Schutzklasse 3: Sehr hoher Schutzbedarf für besonders vertrauliche und geheime Daten. Entspricht den Sicherheitsstufen: P-5, P-6, P-7.
Was ist normaler, hoher und sehr hoher Schutzbedarf?
Normaler Schutzbedarf für interne Daten (Schutzklasse 1)
Informationen, deren Datenschutzverletzung begrenzt negative Auswirkungen auf ein Unternehmen hätten z.B. Notizen, allgemeine Korrespondenz
Hoher Schutzbedarf für vertrauliche Daten (Schutzklasse 2)
Bei Datenschutzverstoß kann der Betroffene in seiner gesellschaftlichen Stellung oder in seinen wirtschaftlichen Verhältnissen beeinträchtigt werden, z.B. Kontostand, Zeugnisse
Sehr hoher Schutzbedarf für besonders vertrauliche und geheime Daten (Schutzklasse 3)
Datenschutz-Verletzungen hätten existenzbedrohende Auswirkungen, z.B. besonders sensible Krankendaten, Steuerdaten







