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Entsorgungslogistik optimieren in Industrieunternehmen: vier Gründe für den Einsatz von vertikalen Ballenpressen
Folien, Hartkunststoff, Papier oder Kartonagen – in der Produktion von Industrieunternehmen fällt oft viel Müll an. Meist wird er bis zum Abholen unbehandelt in gemieteten Containern im Außenbereich gelagert. Das Problem: Dieses Vorgehen ist ineffizient und teuer. Eine Alternative dazu ist der Einsatz von vertikalen Ballenpressen, mit denen das Material verdichtet werden kann.
Hier sind vier Gründe, weshalb sich diese Anschaffung für Ihre Entsorgungslogistik lohnt.
1. Effizienteres betriebliches Abfallmanagement
Container brauchen viel Platz. Sie stehen deshalb meist im Außenbereich von Industrieunternehmen und damit weit entfernt von Produktion und Lager, wo der Müll eigentlich anfällt. Dieser muss dann langwierig mit dem Gabelstapler an seinen Bestimmungsort gebracht werden. Selbst, wenn der Stapler insgesamt nur wenige Minuten für die Fahrt zum Container, das Entleeren und die Rückfahrt benötigt, kommen so im Monat schnell einige Stunden an Fahrtzeiten zu Stande.
Eine vertikale Ballenpresse benötigt hingegen deutlich weniger Stellfläche. Sie kann deshalb direkt dort zum Einsatz kommen, wo der Abfall anfällt. Handling- und Wegezeiten sind deutlich geringer und das betriebliche Abfallmanagement damit im Ganzen effizienter.

2. Optimierte Logistik spart Platz
Eine geringere Stellfläche von nur zwei bis drei Quadratmetern gegenüber zwölf Quadratmetern für einen Container und die Reduktion des Müllvolumens um bis zu 95 Prozent – die Nutzung von vertikalen Ballenpresse spart nicht nur Zeit, es wird auch Platz in Industrieunternehmen frei. Das betrifft vor allem die Rampe oder den Außenbereich.
Verdichtete Kartonagen oder Folien können einfach gestapelt und bis zur Abholung platzsparend gelagert werden. Dort, wo die Ballenpresse zum Einsatz kommt, liegt zudem kein Müll mehr herum und damit im Weg – alles wirkt insgesamt aufgeräumter.
3. Erhöhte Sicherheit für die Mitarbeiter
Die vielen Staplerfahrten zum Müllcontainer draußen sind nicht nur aufwändig, sie erhöhen auch die Gefahr von Arbeitsunfällen in Industrieunternehmen. Kann der Staplerverkehr reduziert werden, ist das deshalb auch sicherer für die Mitarbeiter.
Durch die Lagerung von Kartonagen, Papier oder Folie in Form von gepressten Ballen wird zudem die Brandgefahr drastisch gemindert im Vergleich zu Aufbewahrung in unbehandelter Form. Der Einsatz von vertikalen Ballenpressen in der Entsorgungslogistik bietet also auch einen Zugewinn an Sicherheit.

4. Nachhaltige Entsorgungslogistik
Und auch in Sachen Nachhaltigkeit ist die Nutzung einer vertikalen Ballenpresse für Industrieunternehmen von Vorteil: Weniger Fahrten nach Draußen bedeuten nämlich auch weniger Energieverluste durch offene Tore.
Bei der Abholung sorgen die mit der Presse komprimierten Ballen zudem für eine optimale Auslastung des LKWs. Die Häufigkeit der LKW-Fahrten reduziert sich damit im Vergleich zum Transport von unverpresstem Material um ein Vielfaches. Das spart nicht nur CO2, sondern letztlich auch Geld.
Die durch die Verdichtung entstandenen sortenreinen Wertstoffballen können zudem als Sekundärrohstoff erneut dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. In der Regel zahlen die Entsorger sogar eine Vergütung dafür. Auf diese Weise entsteht eine nachhaltige Entsorgungslogistik, die für viele Industrieunternehmen auch im Hinblick auf ihre künftigen gesetzlichen Berichtspflichten nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive (EU) 2022/2464) interessant sein kann.