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Tipps zur richtigen Abbindung von Ballen
Ballenpressen verdichten Produktionsreste oder Abfall. Die stark verpressten Ballen lassen sich platzsparend lagern und effizient transportieren. Das gelingt mit einer Vertikal- oder Horizontalballenpresse schnell und einfach. Durch das Verpressen kann, je nach Material, das ursprüngliche Volumen um bis zu 95 Prozent reduziert werden. Da sich das verdichtete Material nach dem Pressen wieder ausdehnt, muss es durch Band oder Draht zusammengehalten werden.
Damit der gepresste Ballen in Form bliebt, sollte das verwendete Material besondere Eigenschaften erfüllen: es muss reißfest, griffig und gut zu verknoten sein. Das auf Rolle verwendete Bandmaterial hat idealerweise eine große Gesamtlänge für eine lange Nutzungsdauer.
Welche Möglichkeiten es gibt, einen Ballen zu verzurren
Der Fachbegriff „Abbinden“ leitet sich von Band ab. Das sogenannte Umreifungsband wird als „Endlosband“ auf Rolle geliefert – auch wenn es tatsächlich nicht endlos ist, erreicht es doch oft eine Länge von bis zu 60 Metern.
Schnüre, Bänder oder Garn gibt es in verschiedenen Stärken: HSM verwendet für die Umreifung die Bänder WG 20, 30, 40 und 55. Die Zahl in der Produktbezeichnung steht für die Reißfestigkeit. Bänder mit einer größeren Kennzahl wie das WG 30 sind stabiler.
In der Praxis werden Ballen aus Altkarton mit einem Gewicht von bis zu ca. 300 kg meist mit Band abgebunden. Für diese Anwendung ist das vergleichsweise kostengünstige Band vollkommen ausreichend. Kleinere Ballen werden häufig an lokale Entsorgungsunternehmen, kurz Entsorger genannt, abgegeben, die die angelieferten Materialien in der Regel zu größeren Wertstoffballen weiter verpressen.

Je nach Entsorgungsweg und Recyclingkreislauf kann eine Umreifung mit Draht zwingend erforderlich sein. Stark verdichtete, großformatige Ballen aus Altpapier oder Abfallkarton mit einem Gewicht von über 400 kg sind in aller Regel mit Draht umreift. Altpapierballen werden zur Papierherstellung genutzt. Bei der Papieraufbereitung wird der Ballen geöffnet und der Draht vom Wertstoff getrennt.

Band oder Draht – oder beides?
Das zu verpressende Material ist entscheidend für die Wahl der geeigneten Umreifung.
Viele Materialien wie Folie, leichte Kunststoffgebinde oder Textilien werden erfahrungsgemäß mit Umreifungsband abgebunden. Das Band wird dabei manuell verknotet.
Papierabschnitte, Stanzreste, Altkarton sowie viele andere expansive Materialien erfordern ab einem bestimmten Pressdruck eine dauerhaft stabile Umreifung mit Draht.
Die Vertikalballenpressen aus dem mittleren und leistungsgesteigerten Segment (Modelle HSM V-Press 830, HSM V-Press 860 und HSM V-Press 1160) sind standardmäßig für den Einsatz mit Draht ausgelegt. HSM bietet für viele dieser Modelle optional eine Bandstation an. Damit wird ein Wechsel von Draht zu Band oder umgekehrt jederzeit möglich. Das ist sinnvoll und wirtschaftlich, wenn unterschiedliche Materialien auf einer Presse verarbeitet werden sollen.

Draht ist reißfest und universell einsetzbar
Ab einem Ballengewicht von etwa 300 kg setzt HSM standardmäßig Draht zur Umreifung ein. Ösendraht gehört zum Lieferumfang der leistungsgesteigerten HSM Ballenpressen. Bei diesem Draht ist ein Ende als Öse ausgeführt. Nach dem Pressvorgang wird das lose Ende durch die Öse gezogen und mehrfach verdrillt.
Altpapier und Karton, leere oder zerkleinerte PET-Flaschen, Hartplastik oder expansive Materialien wie Schaumstoff erfordern in der Regel zwingend das Abbinden mit Draht.
Bei den Vertikalballenpressen HSM V-Press 860 TimeSave und HSM V-Press 860 plus QL sowie bei den Horizontalballenpressen der HSM HL-Serie kommt Quick-Link-Draht zum Einsatz. Dieser besteht aus formstabilem Federstahl und verfügt an beiden Enden über vorgeformte Schnellverschlüsse. Das spart Zeit und ist besonders anwenderfreundlich. Quicklink-Draht ist übrigens deutlich reißfester als Ösendraht.
Bei den vollautomatische Kanalballenpressen der HSM VK-Serie werden übrigens mehrere hundert Meter lange Umreifungsdraht-Rollen eingesetzt.






